Wollmatratzen

Es gibt heutzutage viele verschiedene Matratzenarten. Eine davon ist die Wollmatratze. Wollmatratzen werden mit Schurwolle von Schafen gefüllt. Reine Schurwolle ist durch spezielle Kapillaren in der Lage vom Körper abgegebene Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder nach außen zu leiten, sodass ein klimatischer Kreislauf entsteht. Wird die Wolle noch dazu nicht vollständig von Lanolin, dem natürlichen Wollfett, befreit, wirkt sie auch noch antibakteriell. Zudem wirkt eine gute Wollmatratze Temperatur ausgleichend, das heißt, sie hält im Sommer kühl und im Winter warm.

Hauptsächlich werden Wollmatratzen bei den sogenannten Dual Matratzen Systemen verwendet. Sie werden mit Kaltschaum oder Latexmatratzen kombiniert. Dabei sorgt die Wollauflage für ein trockenes und gesundes Schlafklima.

Ausserhalb dieser Dual Matratzensysteme gleichen Wollmatratzen sehr den Futons, die besonders in den Achtzigerjahren beliebt waren und ursprünglich aus Japan stammen.

Die Wollmatratze sollte häufig und gut gelüftet werden, dass sie sonst schnell verfilzt. Regelmäßiges Wenden ist außerdem von Vorteil. Alle fünf bis zehn Jahre sollte die Matratze von einem Fachmann aufgearbeitet werden.

Häufig wird behauptet: Wollmatratzen hätten eine höhere Anzahl an Hausstaubmilben als Latex oder Kaltschaummatratzen. Dies wurde aber widerlegt, die Anzahl ist bei den eben genannten Matratzen nicht geringer. Somit eignen sich Wollmatratzen auch für Allergiker.

Wollmatratzen werden von den meisten Menschen als angenehme Schlafunterlage empfunden. Sie sind nicht zu hart, aber auch nicht so weich, dass sie zu nachgiebig sind, um den Körper optimal zu stützen.

Es ist relativ schwer Wollmatratzen zu bekommen, die meisten Matratzenhäuser zählen heute auf die gängigen Kaltschaum, Latex und Federkernmatratzen. Der Preis liegt um die hundert Euro und aufwärts.